Gema Und Bitkom – Einigung

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Gema und Bitkom EinigungAnfang Dezember 2011 kam es zu einer ersten Einigung zwischen der GEMA und Bitkom in Bezug auf Urheberrechtsvergütungen für Musik im Internet.

Die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) hat mehr als 63.000 Mitglieder, bestehend aus Musikverlegern, Komponisten und Textautoren, deren Rechte auf Urheberrechtsvergütungen sie vertritt.

Bitkom vertritt mehr als 1.600 Mitglieder der Telekommunikations-, IT- und Neue-Medien-Branche.

Am 8. Dezember 2011 veröffentlichte Bitkom in einer Pressemeldung, dass es eine Einigung mit der GEMA gegeben hat. Einmal wurde die Dauer der Probestücke von 30 auf 90 Sekunden verlängert, die man sich anhören kann, bevor man sich als Kunde zum Kauf eines Musikstücks bei einem Online-Anbieter entschließt.

Weiterhin beinhaltete die Einigung die kostenpflichtigen Internet-Musikportale mit zwischen 6 und 9 Cent pro Musikstück an Lizenzgebühren, wobei Bitkom-Mitglieder einen Rabatt bekommen.

Dieser Vertrag wurde rückwirkend zum 1. Januar 2002 geschlossen.

Dann umfasst diese Einigung auch sogenannte Streaming-Angebote, wo man ganze Musikstücke direkt über das Internet ganz hören kann. Bisher kamen solche Angebote nur aus dem Ausland. Da es über die neuen Verträge für diese Unternehmen jetzt in Deutschland attraktiver werden wird, ist damit zu rechnen, dass wir bald auch in Deutschland Streaming-Anbieter haben werden. Zum Beispiel ist hier spotify aus Schweden daran interessiert, aber es laufen noch Verhandlungen über die Höhe der Gebühren, die nicht abgeschlossen sind.

Nach eigenen Angaben verhandelt die GEMA auch noch mit diversen anderen Streaming-Anbietern, aber vor Januar 2012 ist hier noch nicht mit Ergebnissen zu rechnen.

Was bei den Verhandlungen bisher noch aussteht, sind die werbefinanzierten kostenlosen Musikdienste und Musik-Video-Portale sowie die Anbieter von Online-Videos. Es laufen aber auch hier bereits Verhandlungen zwischen Bitkom und der GEMA.

Dass generell Bewegung in diese Sache gekommen ist, soll daran liegen, dass die Musikindustrie allgemein, aber auch youtube Druck auf die GEMA gemacht haben sollen. So entnimmt man es jedenfalls den Gerüchten im Internet.

Insofern besteht schon Hoffnung, dass auch wir Deutschen bald bei youtube nicht mehr ständig auf vielen Musikvideos lesen müssen: “Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die Gema die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat. Das tut uns leid”

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