Mozilla Thunderbird

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Mozilla Thunderbird LogoDas Logo von Mozilla Thunderbird

Wer heutzutage E-Mails liest oder beantwortet, tut das häufig auf der Website seines Mail-Providers: Man benötigt so nur einen Webbrowser, seine E-Mail-Adresse und sein Passwort, um von überall auf seine Mails zugreifen zu können. Zudem schrecken viele Benutzer vor der Konfiguration einer E-Mail-Software wie Mozilla Thunderbird zurück, und manche Web-Interfaces schneiden in Testberichten inzwischen sogar gleich gut ab wie klassische E-Mail-Programme.

Dennoch kann die Benutzung einer herkömmlichen E-Mail-Software angenehmer und effizienter sein — besonders, wenn man es mit großen Mengen an E-Mail oder verschiedenen Accounts zu tun hat: Allgemein fügen sich solche Programme besser in die Desktop-Umgebung ein als eine Web-Anwendung; man kann selbst entscheiden, ob man seine Mails auf dem Server oder auf der Festplatte (oder beidem) speichern möchte, ist nicht auf eine bestehende Internetverbindung angewiesen, kann das Programm besser an die eigenen Wünsche anpassen und wird nicht von Werbeeinblendungen abgelenkt. Eines der am weitesten verbreiteten E-Mail-Programme ist Mozilla Thunderbird, das für die Betriebssysteme Windows, Mac OS X und Linux und in über 50 Sprachen erhältlich ist. Das Programm ist kostenlos und Open Source; das heißt, dass es beliebig verändert und weitergegeben werden kann.

Die Geschichte des Donnervogels

Die Geschichte von Thunderbird reicht bis in die 1990er zurück: Der Netscape Navigator — damals der am weitesten verbreitete Webbrowser — wurde mit einem Programm für E-Mail und Newsgroups ausgeliefert. Als Netscape langsam von Microsofts Internet Explorer überholt wurde, rief man 1998 die Mozilla Organization ins Leben, die fortan für die Neuentwicklung der Netscape-Software verantwortlich sein sollte, und aus der später die Mozilla Foundation hervorging. 2002 erschien Mozilla 1.0, der Nachfolger von Netscapes Programmen. Die Entwicklung bewegte sich jedoch nur schleppend voran, und so entschied man sich, die unterschiedlichen Bestandteile von Mozilla zu trennen: Aus dieser Aufteilung gingen der Webbrowser Firefox und die E-Mail-Software Thunderbird hervor.

Der Aufbau von Mozilla Thunderbird

In der klassischen Ansicht zeigt Thunderbird auf der linken Seite die Liste der E-Mail-Accounts und der verschiedenen Ordner an, in die die Mails einsortiert sind. Zusätzlich lassen sich Accounts für Newsgroups und RSS-Feeds einrichten, die dann ebenfalls in dieser Liste erscheinen. Rechts davon findet man eine Liste mit den Nachrichten des ausgewählten Ordners, und darunter das Feld zum Lesen der Mails. Hier findet man die üblichen Funktionen wie „Antworten“ und „Weiterleiten“; außerdem beinhaltet Thunderbird einen lernfähigen Spamfilter und die Möglichkeit, einer Mail benuzerdefinierte Schlagwörter hinzuzufügen. Man kann das Programm auch auf eine Drei-Spalten-Ansicht einstellen, wie man sie von Microsoft Outlook kennt.

Im Adressbuch kann man nicht nur Namen und E-Mail-Adressen seiner Kontakte speichern, sondern auch Anschrift, Geburtstag und so weiter. Was Thunderbird allerdings fehlt, sind ein Kalender und eine Aufgabenverwaltung — diese kann man jedoch mit der Erweiterung Lightning problemlos nachinstallieren. Wie auch bei Firefox sind die zahlreichen Add-ons, die man für Thunderbird erhält, eine der größten Stärken des Programms.

Hier finden Sie eine Beschreibung, wie man Mozilla Thunderbird einrichten kann. Und einen Link auf Mozilla, wo Sie den Thunderbird runterladen können.

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